Mut & Muße – für Ihre neue Woche

gelegentlich zeigt sich – trotz aller Bemühungen und Kommunikation in die richtige Richtung – keine Besserung im Miteinander. Einer der beiden Partner versteht nicht, was gemeint ist oder hat nicht die Absicht sich besser auf den Anderen einzustellen.

Nicht jeder Versuch ist automatisch von Erfolg gekrönt. Manchmal sind die Menschen zu unterschiedlich und wollen sich nicht verändern.

Es ist manchmal zu konstatieren, dass es einfach nicht klappt.

Die andere Person ist ein freier Mensch – wenn er/sie sich nicht ändern will oder kann, darf sie das.
Und umgekehrt: wenn Sie in manchen Bereichen der Partnerschaft keine Abstriche machen wollen, dürfen Sie das. Wenn Ihre Bedürfnisse oder Vorstellungen sich verändern, ist das Ihr gutes Recht.

Wenn beidseitige Versuche etwas zu verbessern scheitern, ist das auch zu akzeptieren.

Wenn allerdings ein Partner stur seine Schiene weiter fährt und signalisiert, dass er/sie nicht verändern wird, die Partnerschaft aber fortsetzen möchte, dann ist eine Grenze zu setzen.
Dann ist es hier an der Zeit für den Anderen, sein eigenes Verhalten grundlegend zu ändern, Partnerschaftliches zurück zu fahren und an sich selbst zu arbeiten.
Die eigene Energie zu sich zurück zu nehmen und sie nicht mehr für den Anderen zu investieren – denn warum sollte dieser sich besser einbringen wenn Sie sich nach wie vor gleich engagieren ?

Dann erst besteht die Chance, dass der „sture“ Part die veränderten Energieverhältnisse zur Kenntnis nimmt und sich und seine Einstellung vielleicht doch noch upgradet.

In diesem Sinne, einen gemütlichen und harmonischen Sonntag an alle meine Leser !

solange die Kommunikation in einer Beziehung entspannt ist, verstehen die meisten Partner, dass jeder ein Mindestmaß für sich selbst sorgen sollte, was positive Gefühle angeht.

Sobald Stress entsteht, sollte man sofort sagen, wie es einem geht und was man braucht (nicht was der Andere falsch gemacht hat).

Keine DU-Botschaften sondern klare Kommunikation in der ICH-Form.
Auch wenn es gerade sehr unangenehm ist.

Dies bedeutet natürlich, dass man sich selbst zuerst sortiert und dann spricht.

Sonst sind wir auschliesslich in der Kritik von Verhalten und nicht in der empathischen Äusserung einer Kritik, die dann auch verstanden werden kann.

Ja, Sie haben richtig verstanden: auch derjenige, dessen Verhalten gerade nicht passte, hat auch ein Anrecht auf Empathie – wie soll er sonst wissen, was durch seine Handlung/Äusserung entstanden ist und was dem Anderen stattdessen lieber wäre ? Das geht nur, wenn es nachvollziehbar, klar und ruhig zugeht.

Wenn das nicht auf Anhieb gelingt, hilft auch meistens der Hinweis: „versetze Dich bitte an meine Stelle“.
„Mir geht es damit so und so“.
„Das brauche ich: X, Y, Z. (Ruhe, Verlässlichkeit, Unterstützung, Entlastung, Mitarbeit, Zusammenhalt etc…).

Wenn Sie diese einfache Vorgehensweise umsetzen, wird es deutlich besser.

Allen meinen Lesern, wie immer ein fröhliches Ausprobieren an diesem winterlichen Sonntag  !

regelmäßige Klagen in einer Beziehung erfordern zunächst einmal eine Klarstellung, auf welcher Grundlage eine Partnerschaft idealerweise funktioniert. Sie muss in erster Linie ausgewogen sein.
Oft haben diejenigen, die klagen, meist höhere Erwartungen – berechtigt oder unberechtigt – als diejenigen, die es weniger tun.

Es geht um eine gute Balance zwischen Eigenverantwortung und gegenseitige Ergänzung.

Viele Menschen sind sich innerhalb ihrer Partnerschaft nicht bewusst über ihre eigenen Bedürfnisse – dieser vielgenutzte vage Begriff, den jeder sehr abstrakt nutzt. Das heisst konkret, die Betroffenen wissen gar nicht, was sie brauchen.

Dies hat zur Folge, dass unerfüllte Bedürfnisse auf den Partner projiziert werden und diese(r) die Verantwortung bekommt, sie zu erfüllen. Tut er/sie  es nicht, hat er/sie schlechte Karten weil die Erfüllung von Bedürfnissen auch nicht offen ausgedrückt wird. Dadurch kommt es zu Kritik, die man nicht zuordnen kann, zu Nörgeleien, Sprachlosigkeit und Missverständnissen etc.

Nun zur Klarstellung: der Partner ist nicht dazu da, dem Anderen alles recht zu machen und für persönliches Glück zu sorgen. Die Eigenverantwortung für die Erfüllung seiner Bedürfnisse liegt – soweit möglich – bei jedem Einzelnen. Daraus ergibt sich, dass Wünsche nicht aus einem Anspruchsdenken heraus gefordert werden können sondern aus der Freude der Ergänzung von zwei Partnern heraus.

Dann macht eine ausgewogene Partnerschaft Freude und Sinn.

Allen meinen Lesern einen gemütlichen winterlichen Sonntag  !