Mut & Muße – für Ihre neue Woche
Praxis Iris Barth

Lange Gasse 13
96482 Ahorn
Tel.: 09561 – 5111870
info@praxis-iris-barth.de
www.praxis-iris-barth.de
Psychotherapie
Therapiemethoden
Kontakt
Termine nach Vereinbarung:
Als Bestellpraxis erhalten Sie bei mir Termine ausschließlich auf Vereinbarung.
Nutzen Sie dafür einfach mein Kontaktformular oder melden Sie sich telefonisch und geben mir gegebenenfalls eine Nachricht auf meinen AB.

Ich als Zentrum des WIR 2
es ist klar, dass eine Gemeinschaft nur dann wirklich stark ist wenn deren Individuen sich auch als Teil davon individuell wirklich wahrgenommen fühlen.
Einer Gemeinschaft zugehörig und als Individuum anerkannt zu sein – dies geschieht wenn Beitrag zum Ganzen und persönliche Freiheit ausbalanciert sind.
Wie können wir uns also stark fühlen und in unserer Freiheit respektiert wenn im Sinne des Allgemeinwohls Kompromisse anstehen ?
Wenn wir das Dilemma wahrnehmen, etwas tun zu müssen, das wir nicht wollen und dann nicht wissen, wie wir uns verhalten sollen oder noch schlimmer: gar nicht mehr wissen, was richtig für uns ist.
Die Zwangslage ergibt, dass man entweder dominiert oder sich unterordnet.
Wir vergessen allerdings in dieser Situation, dass es noch einen Weg gibt: nämlich den, sich einzuordnen.
Dies bedeutet, das gemeinsame Ziel zu sehen und GLEICHZEITIG eigene Grenzen wahrzunehmen und zu vertreten. Hier liegen die unendlichen Möglichkeiten der individuellen Betrachtungsweise: das ICH entscheidet, wie es sich in der Gemeinschaft positioniert – egal ob im Beruf, in familiären Situationen, in Partnerschaften bis hin zu politischen und kulturellen Bereichen. Hier besteht Handlungsspielraum, den sollten wir unbedingt wahrnehmen und nutzen.
Solange wir uns als handlungsfähig empfinden, ist es leichter in der Gemeinschaft an schwierigen Tagen.
Ich als Zentrum des WIR
einer der schlimmsten vorstellbaren Vorwürfe für die meisten unter uns, ist es als Egoist bezeichnet zu werden. Der Grundstein dieser Angst wurde gelegt in unsere Sozialisation zwischen 0 und 6 Jahren durch unser Umfeld, dessen Ziel es war, uns für ein Leben in der Gemeinschaft tauglich zu machen.
Die Sozialisation ist Fluch und Segen zugleich – Gemeinschaft und Individualität stehen im Konflikt zueinander – scheinbar.
Während unserer Sozialisation lernen wir von unseren Eltern, Verwandten, Nachbarn, Erziehern, Nachbarn und in vielen Fällen der Kirche, dass wir als Individuen nicht so wichtig sind bzw. wir in einer Gemeinschaft zurückstecken müssen – im Sinne des Allgemeinwohls. Wir wurden erzogen „Opfer“ zu bringen damit Gemeinschaften wie Familie, Firmen, Gruppen, Schulklassen, Sportvereine, ein ganzes Land, erfolgreich sein können.
Der grundlegende Glaubenssatz, der uns eingetrichtert wurde war, „unwichtiger als das große Ganze zu sein und sich deshalb unterzuordnen“ als gängiges Verhalten mit einer gefügigen Haltung.
So ist es auch am praktischsten: diejenigen, die das Sagen haben – ob privat oder beruflich – können sich immer auf dieses Prinzip berufen solange das Individuum es akzeptiert.
Wenn dies nicht der Fall ist, wird es gefährlich: traditionell geht man mit Meuterern, Andersdenkenden und Quertreibern nicht zimperlich um – dies erzeugt Druck und entzieht dem Betroffenen die Unterstützung und den Zusammenhalt, die dem Menschen guttun, fühlt er sich doch zugehörig und stark mit Seinesgleichen.
Die meisten Menschen denken, sie müssen sich für eine Seite entscheiden – sie sind entweder dafür oder dagegen mit allen Konsequenzen. Dabei gibt es ein sowohl als auch, das Viele gar nicht zulassen können weil sie es nie in Erwägung gezogen haben. Denn nur ein starkes ICH mit einer bewussten Struktur und Stärke kann eine Gemeinschaft gut stützen. Wenn individuelle Unterschiede existieren, entwickelt sich auch die Gemeinschaft positiv.
Und nur dann.
Lassen Sie sich deshalb nicht beeindrucken wenn das Argument des „Egoismus“ auftaucht. Meistens sind es die, die Sie nach Ihrer Pfeife tanzen lassen wollen, die es nutzen.
In diesem Sinne, verbringen Sie einen gemütlichen Sonntag und sagen Sie gerne auch mal NEIN mit einem Augenzwinkern !
Schnelle Ergebnisse ?
genau dies ist die Frage: gibt es überhaupt „schnelle“ Ergebnisse ?
Sicherlich gibt es diese – manchmal.
Wir sind heutzutage besessen von sofortigen Resultaten, schnellen Umbrüchen und spektakulären Wendungen.
Diese liegen im Bereich des Möglichen – jedoch sind sie nicht oft beständig.
Eine wirkliche nachhaltige Errungenschaft jedoch ist nicht schnell und volatil – sie ist per Definition stabil.
Stabilität baut man auf durch konsequente konsistente Wiederholungen und Weiterentwicklungen. Das nimmt eine gewisse Zeit und Energie in Anspruch, nämlich die Ausdauer.
So haben schnelle Neuerungen, Überraschungen und dramatische Ereignisse ihre Attraktivität und sind genauso schnell wieder irrelevant.
Ob der schnelle Aufstieg im Job, die Blitz-Diät oder der Turbo-Booster im Sport, die Instant-Bestellung oder Sofortlieferung, die plötzliche Erleuchtung, die dramatischen Einsichten – je schneller die Handlungen desto geringer die Ausdauer und dementsprechend desto schneller die Rückkehr in die Bedeutungslosigkeit.
Deshalb meine Empfehlung: bei wünschenswerten Veränderungen, setzen Sie sich Zwischenziele und bauen Sie mit täglicher Ausdauer, Freude am Weg und Konsistenz ein Ergebnis auf. Über Wochen – über Monate – über Jahre wenn es sein muss.
Dann wird es ein Erfolg, der bleibt.
In diesem Sinne, verbringen Sie einen sommerlichen Sonntag und seien Sie alle herzlich gegrüßt !