Erwartungen an die Partnerschaft
regelmäßige Klagen in einer Beziehung erfordern zunächst einmal eine Klarstellung, auf welcher Grundlage eine Partnerschaft idealerweise funktioniert. Sie muss in erster Linie ausgewogen sein.
Oft haben diejenigen, die klagen, meist höhere Erwartungen – berechtigt oder unberechtigt – als diejenigen, die es weniger tun.
Es geht um eine gute Balance zwischen Eigenverantwortung und gegenseitige Ergänzung.
Viele Menschen sind sich innerhalb ihrer Partnerschaft nicht bewusst über ihre eigenen Bedürfnisse – dieser vielgenutzte vage Begriff, den jeder sehr abstrakt nutzt. Das heisst konkret, die Betroffenen wissen gar nicht, was sie brauchen.
Dies hat zur Folge, dass unerfüllte Bedürfnisse auf den Partner projiziert werden und diese(r) die Verantwortung bekommt, sie zu erfüllen. Tut er/sie es nicht, hat er/sie schlechte Karten weil die Erfüllung von Bedürfnissen auch nicht offen ausgedrückt wird. Dadurch kommt es zu Kritik, die man nicht zuordnen kann, zu Nörgeleien, Sprachlosigkeit und Missverständnissen etc.
Nun zur Klarstellung: der Partner ist nicht dazu da, dem Anderen alles recht zu machen und für persönliches Glück zu sorgen. Die Eigenverantwortung für die Erfüllung seiner Bedürfnisse liegt – soweit möglich – bei jedem Einzelnen. Daraus ergibt sich, dass Wünsche nicht aus einem Anspruchsdenken heraus gefordert werden können sondern aus der Freude der Ergänzung von zwei Partnern heraus.
Dann macht eine ausgewogene Partnerschaft Freude und Sinn.
Allen meinen Lesern einen gemütlichen winterlichen Sonntag !

