Mut & Muße – für Ihre neue Woche
Praxis Iris Barth

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Ist es Intuition ?
vielleicht kennen Sie auch diesen Gedanken, die Intuition habe Sie das eine oder andere Mal von etwas abgehalten oder Sie hatten schon aufgrund Ihrer Intuition Vorbehalte gegenüber einer Person oder Situation, die sich im Nachhinein bewahrheitet hat.
Jedoch sind Intuition und ganz normale Angst zwei unterschiedliche Zustände.
Dennoch werden diese beiden Zustände oft verwechselt. Wie können wir Sie unterscheiden ?
Wie können wir wissen ob die Intuition am Werk war oder die blanke Angst ?
Wir sprechen von Intuition wenn wir einen Impuls verspüren, der sehr stark und eindeutig ist und in vielen Fällen positiv. Es erfolgt ein konkreter und klarer Gedanke, wie zB „das hier ist der richtige Ort oder der richtige Mensch“ wenn wir mit unserer inneren Stimme gut verbunden sind.
Angst hingegen entsteht wenn negative Bewertungen im Spiel sind und uns dann verunsichern. Hier sind die Gedanken entsprechend negativ eigefärbt: „Pass auf, das kann gefährlich werden, nein., lieber nicht oder vielleicht ist es doch nicht passend etc.“ Hier ist das konditionierte Ego, die Stimme unserer Sozialisation am Werk.
(Oder es kann neutral sein wie zB der Verstand, wenn etwas eindeutig unsinnig ist, wird man es so einordnen können ohne seine Intuition oder Angst überhaupt zu benötigen.)
Wenn wir sagen „meine Intuition hat mich vor etwas gewarnt“, ist es oft so, dass entweder also unser Verstand etwas richtig bewertet hat und es passend war oder auch unsere Angst mit entsprechenden Angstgedanken uns zurückgehalten hat. In diesem Zustand sind wir oft blockiert und zögern ob unserer Verhaltensweise.
Wenn die Intuition im Spiel ist, kommen eindeutige Gedanken wie „etwas ist unstimmig – mach lieber (konkret und klar) dieses oder Jenes („geh nach Hause“, „such Dir andere Gesprächspartner“, „mach lieber den anderen Deal, da hast Du ein besseres Gefühl“. Die Basis der Intuition ist die Stimmigkeit, im Zusammenhang mit einer klaren gedanklichen Abfolge und entsprechender Handlung.
Achten Sie auf den Unterschied, er ist erkennbar !
In diesem Sinne, verbringen Sie einen sommerlichen Sonntag !
ICH als Zentrum des WIR 3
heute wollen wir etwas praktischer hinsehen und einige Beispiele nennen, wie wir uns EINORDNEN statt uns automatisch mit mehr oder weniger Widerwillen unterzuordnen oder gar komplett in den Zustand von konsequenzbeladener Verweigerung zu gelangen.
Es für sich selbst so vorteilhaft wie möglich einzurichten ist erlaubt.
Mit „vorteilhaft“ ist eine positive, authentische Haltung gemeint – keine Rücksichtslosigkeit.
Wenn wir individuell zu unseren Werten stehen und diese vertreten, werden wir automatisch standfest und sicher im kollektiven WIR.
Nehmen wir das Beispiel mit unseren Steuern. Niemand zahlt sie gerne – zumindest nicht so viel. Ganz natürlich versuchen wir hier, im Rahmen des Erlaubten, des Möglichen, des Gesetzlichen, unsere Abgaben entsprechend zu reduzieren. Da geben wir auch nicht auf. Wenn wir den Standpunkt vertreten: ich arbeite hart, mir darf auch gut etwas übrig bleiben, wird es möglich sein einen Kompromiss zu finden in der persönlichen Bewertung, der getragen ist von persönlichen Werten und einer guten Beziehung zum Allgemeinwohl. Dann ist es einfacher, auch teilweise Unangenehmes zu akzeptieren.
Nehmen wir sowohl familiäre als auch allgemeine persönliche Kontakte: viele Menschen sagen „ich bin immer derjenige, der sich bei den Anderen melden muss sonst gibt es keinen Kontakt“: ja, dann sind Sie es halt mal nicht mehr. Niemand ist gezwungen, immer für Kontakt zu sorgen für eine Art Allgemeinwohl. Entweder er kommt zustande oder nicht. Unabhängig von Ihnen. Beides ist in Ordnung und nicht Ihre alleinige Aufgabe. Nehmen Sie sich aus der Verpflichtung, auch wenn man es von Ihnen erwartet – wenn es Ihnen damit nicht gut geht.
Forschen Sie einfach ein wenig, Sie werden bemerken, dass Sie Einiges für sich automatisch gut einordnen, nämlich immer dann, wenn Sie in einem Lebensbereich oder einer Charaktereigenschaft sicher sind – d.h. Ihrer Werte bewusst mit einem starken ICH.
Achten Sie darauf und Sie werden es auf andere Situationen übertragen können. Je öfter Sie es machen desto leichter fällt es Ihnen, das richtige Maß zwischen dem ICH und dem WIR zu finden.
Dann macht Ihnen das WIR auch wieder mehr Spaß weil Sie einen Spielraum haben, in dem auch Sie wieder zum Ausdruck kommen.
In diesem Sinne, verbringen Sie einen entspannten sommerlichen Sonntag !
Ich als Zentrum des WIR 2
es ist klar, dass eine Gemeinschaft nur dann wirklich stark ist wenn deren Individuen sich auch als Teil davon individuell wirklich wahrgenommen fühlen.
Einer Gemeinschaft zugehörig und als Individuum anerkannt zu sein – dies geschieht wenn Beitrag zum Ganzen und persönliche Freiheit ausbalanciert sind.
Wie können wir uns also stark fühlen und in unserer Freiheit respektiert wenn im Sinne des Allgemeinwohls Kompromisse anstehen ?
Wenn wir das Dilemma wahrnehmen, etwas tun zu müssen, das wir nicht wollen und dann nicht wissen, wie wir uns verhalten sollen oder noch schlimmer: gar nicht mehr wissen, was richtig für uns ist.
Die Zwangslage ergibt, dass man entweder dominiert oder sich unterordnet.
Wir vergessen allerdings in dieser Situation, dass es noch einen Weg gibt: nämlich den, sich einzuordnen.
Dies bedeutet, das gemeinsame Ziel zu sehen und GLEICHZEITIG eigene Grenzen wahrzunehmen und zu vertreten. Hier liegen die unendlichen Möglichkeiten der individuellen Betrachtungsweise: das ICH entscheidet, wie es sich in der Gemeinschaft positioniert – egal ob im Beruf, in familiären Situationen, in Partnerschaften bis hin zu politischen und kulturellen Bereichen. Hier besteht Handlungsspielraum, den sollten wir unbedingt wahrnehmen und nutzen.
Solange wir uns als handlungsfähig empfinden, ist es leichter in der Gemeinschaft an schwierigen Tagen.