an manchen Tagen, besonders an ungemütlichen, trüben Tagen, fühlen sich viele Menschen antriebslos, unmotiviert, planlos und unzufrieden. Man nimmt sich sogar etwas vor, erledigt nichts davon, isst stattdessen Chips und Schokolade und statt dem Geplanten Spaziergang, hängt man vor dem Computer oder Fernseher herum…

Interessanterweise sind es meist die freien Tage, die einen solchen Nährboden bieten obwohl sie bestens geeignet wären für gute Laune und Tatendrang.
Warum ?  

Unser Gehirn ist an freien Tagen tendenziell „unterbeschäftigt“ da die Anforderung und die Routine der regulären Arbeitsabläufe wegfällt und wir freie Zeit nicht automatisch mit Inspiration und guter Laune verbinden – eher mit der Abwesenheit von Zwang.

Wenn wir also dem ungeforderten Gehirn keinen guten Plan anbieten, wird es eher in Inaktivität und tendenziellen Trübsal abdriften. Planlose Handlungen und negative Gedanken sind die logische Folge.

Wenn wir einen frustrierten „vergeudeten“ Tag hatten, ist es nicht aufgrund des Wetters passiert sondern in Ermangelung einer guten eigenen Vision für diesen Tag.
Und aufgrund der Unfähigkeit uns selbst ein Kommando zu geben, um dieses Vorhaben bewusst umzusetzen.

Ich wünsche Ihnen allen einen entspannten Sonntag !

es ist manchmal überraschend zu sehen, wie kritiklos wir „Veränderungen von oben“ hinnehmen und gleichzeitig so widerspenstig Veränderungen „für uns selbst“ betrachten.
Wir beugen uns teilweise schnell und kritiklos, gleichzeitig lehnen wir viele Veränderungen ab, die uns zugute kommen würden.

Wir sollten daher unsere Haltung umkehren: etwas mehr kritische Einstellung als Filter im Aussen und mehr Offenheit für interne fortschrittliche Veränderungen.

Dabei ist es egal ob es sich um das Gerede der Nachbarn dreht, unsere politischen Strömungen oder die Meinungsbildung in den sozialen Netzwerken, letztlich ist es unsere Aufgabe die Dinge zu hinterfragen.

Es ist auch egal, welche Form der Widerstand annimmt, wenn es darum geht etwas an uns selbst zu verbessern: die Gesundheit, die Arbeitssituation, der Alltag, unsere eigene Einstellung zu Gott und der Welt und unsere Rolle in Beziehungen. Hier sind Verbesserungen oftmals angesagt und würden uns eine deutliche Steigerung unserer Lebensqualität bringen.

Mit diesen Feststellungen möchte ich Sie motivieren mehr Selbstbestimmung zu erzeugen und zwar mit der richtigen Einstellung zu möglichen externen und internen Veränderungen.

Ich wünsche Ihnen allen einen wunderbaren Sonntag

in den meisten Partnerschaften, Arbeitsverhältnissen und familiären Beziehungen, wünschen sich Betroffene „mehr über Probleme sprechen sprechen zu können“. Dieser Wunsch ist verständlich, sollte das Ansprechen von Problemen doch natürlich sein.

Über Probleme nur zu reden, wird zum Selbstzweck wenn wir ihn nicht mit einer konkreten Lösungsenergie verbinden.

Wenn wir  vorrangig über Probleme nur sprechen – und dabei bleiben – werden wir schnell feststellen:
Unsere Mitmenschen vermeiden diese Gespräche und gehen uns aus dem Weg.

Oder: wir ziehen viele Menschen in unser Leben, die auch nur über Probleme reden wollen und viele Situationen, die problembehaftet sind.
Oder: wir wundern uns, warum diese Probleme nicht gelöst werden. Wir wundern uns, warum immer mehr Probleme kommen.

Das Ansprechen von Problemen ist menschlich und wünschenswert. Bedenken Sie jedoch bitte, dass dies zunächst nur eine emotionale Entlastung bietet – aber noch keine Lösung des Problems an sich zur Folge hat.
Das Problem zu lösen oder Lösungsmöglichkeiten anzunehmen, erfordert eine gewisse Klarheit und die bewusste Entscheidung, dies wirklich zu wollen.

Sonst bleiben wir in der Problemenergie gefangen.

Ich wünsche Ihnen allen einen erholsamen und gemütlichen Sonntag !

in der Partnerschaft herrscht oft die Vorstellung, man müsse alles gemeinsam machen. Meistens ist denjenigen, die diesen Glaubenssatz sehr stark haben, der Druck gar nicht klar, der sich hierdurch aufbaut.

Wenn der Unterschied nicht mehr klar ist zwischen „wir wollen“ und „wir müssen“ reduziert sich die Partnerschaft auf eine simple Gemeinschaft. 

Dementsprechend geht es dann auch zu.

Wenn ein Partner diesen Glaubenssatz pflegt und mit Vorgaben durchsetzt, der andere sich fügt und verbiegt, wird es langsam aber sicher unsexy. Man ist nur noch im Tun.

Wenn beide Partner alles gemeinsam machen wollen, ist es super. Man ist im Sein und Tun.

Wenn beide sowohl dasselbe gemeinsam und andere Dinge jeder individuell machen wollen, ist es ebenfalls super, vielleicht auch spannender. Man ist im Sein und in einem stimmigen Tun.

Wenn einer gar nichts mehr gemeinsam tun möchte oder beide, ist die Partnerschaft beendet.
Man fühlt kein Sein mehr und kann nichts Tun.

Deshalb empfiehlt sich das Achten auf das eigene Sein als Voraussetzung überhaupt für eine Partnerschaft.

Ich wünsche Ihnen allen einen winterlichen Sonntag !

ein Dauerbrenner bei der Aufarbeitung alter Muster ist oftmals die Rolle der Eltern in der eigenen Kindheit. Den Eltern wird oft zumindest eine Mitverantwortung an aktuellen Missständen zugeschrieben. Diese bezieht sich auf deren Rolle in der Kindheit und wird häufig mit Groll, Frustration und – zumindest situativem Leid – in Verbindung gebracht.

Wenn wir wachsen wollen, müssen wir aus der kindlichen Opferrolle heraustreten und selbst Verantwortung übernehmen.

Der Spruch „wem Du die Schuld gibst, gibst Du die Macht“ ist allgemein gültig und so treffend.
So lange wir Anderen Macht geben über uns, können wir keine wirkliche innere Grösse erfahren. Dies betrifft auch unser Verhältnis zu unseren Eltern.
Selbst wenn die Erfahrungen in der Kindheit schlecht waren, können wir sie neu bewerten. Irgendwelche Vorteile hatten diese für uns, wenn auch erst im späteren Leben. Und, unsere Eltern haben zwar auch Fehler gemacht aber in den meisten Fällen mit guter Absicht und aus Überzeugung erzieherisch richtig zu handeln. Auch sie haben gehandelt unter dem Einfluss ihrer eigenen Erziehung und Wertesystems.

Wenn Sie also in Ihre Kraft kommen und wahre persönliche Veränderungen erreichen wollen, übernehmen Sie bitte Verantwortung für sich selbst, fangen Sie an zu verzeihen und die Vorteile der kindlichen Erfahrungen neu zu bewerten.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Durchstarten nach den Feiertagen und einen wunderschönen Sonntag !

das neue Jahr motiviert uns meistens neue Vorsätze zu fassen. Irgendwie haben wir das Bedürfnis, die Dynamik des Jahresbeginns zu nutzen und es fällt uns dadurch leichter etwas Neues zu starten.

Statt uns mit einer langen Liste an Vorsätzen zu verzetteln, empfehle ich 1 – 2 Vorhaben zu definieren und durchzuziehen.

Es ist sinnvoller, sich auf 1 – 2 Ziele/Vorhaben zu konzentrieren und diese fokussieret zu verfolgen.
Schaffen Sie es nämlich diese umzusetzen, sind Sie umso motivierter und werden weitere Ziele erreichen wollen.
Wir gehen also aus von einer erfolgreichen Sache und starten dann in die nächste wenn wir mögen.

Getreu dem Motto: „lieber ein Spatz in der Hand als zwei auf dem Dach“.
Oder: „Jage nie zwei Hasen auf einmal“.

Wenn Sie also schon eine Liste an Vorsätzen haben, starten Sie einfach mit der höchsten Priorität und setzen Sie diese erst einmal um. Dann können Sie in Ruhe weitere Ziele entwickeln ohne sich zu verzetteln oder schlimmstenfalls gar nichts umzusetzen.

Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes und motivierendes neues Jahr voller persönlicher Inspirationen !

alle paar Jahre empfehle ich mit grosser persönlicher Begeisterung die Lektüre der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens. Die wichtigsten Prinzipien der Kognitiven Verhaltenstherapie sind darin enthalten und können uns in unserem Alltag gleichermassen inspirieren wie in dieser wunderbaren Geschichte.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: wir entscheiden wie wir unser Leben gestalten.

Unsere Gedanken und Ideen in der Gegenwart schaffen unsere Zukunft.

Und wir können diese Glaubenssätze der Gegenwart zum Guten verändern um unsere Zukunft zu verbessern. Zu jeder Zeit.

Ich lade Sie herzlich ein, diese Geschichte zu lesen, für sich allein oder in der Familie und sie zu geniessen.

In diesem Sinn, wünsche ich Ihnen allen ein frohes Fest und wunderschönes Feiertage !

der Titel des heutigen Newsletters klingt an sich schon etwas widersprüchlich. Der Begriff „geniessen“ beinhaltet eine Komponente des Loslassens, des unbeschwerten Erlebens – ohne Druck. Da hört sich der Zusatz „mit System“ etwas krampfhaft an. Fast so wie: kann man auf Kommando geniessen ? Für viele Menschen nicht nachvollziehbar auf den ersten Blick.

Wenn wir unsere Genussfähigkeit erhöhen wollen, ist in erster Linie eine bewusste Entscheidung dafür notwendig: ich möchte mein Leben gern mehr geniessen.
So simpel.

Natürlich ist es damit allein nicht getan.
Wir müssen dafür sorgen, dass die Voraussetzungen für mehr Genuss passen bzw. wir müssen diese selbst kreieren.
Das bevorstehende Weihnachtsfest ist eine gute Gelegenheit dafür. Jedes Jahr fahren die meisten Menschen die gleiche Schiene.
Man nimmt sich vor besser zu geniessen und tut es dann, wie immer, doch nicht.
Weil die alten Muster greifen – hier noch ein Geschenk, da noch eine Veranstaltung, da noch eine Karte, noch ein Besuch, noch ein Treffen – nur weil Weihnachten ist und man es immer so gehandhabt hat.
Verstehen Sie mich bitte richtig: tun Sie alles, was Sie glücklich macht und in den Genussmodus bringt – aber nur das. Hören Sie auf, wenn es in Stress ausartet – beschliessen Sie dies zu bemerken falls Sie abdriften, machen Sie es sich bewusst, geben Sie sich ein Kommando – nur so verändern wir unserer Genusskultur.

Nicht nur an Weihnachten. Ganz allgemein.

Allen meinen Lesern einen genussvollen 2. Advent.

in unserem digitalen Zeitalter verbringen wir immer mehr Zeit vor dem Bildschirm und im Sitzen. Diese Feststellung ist nicht gegen die Segnungen der modernen Kommunikation gerichtet, um es vorweg zu nehmen, es ist einfach eine Tatsache.

Viele Lösungsmöglichkeiten gehen heutzutage verstandsmäßig einen digitalen Weg, wir aber nicht mehr (körperlich) hin zu unseren Lösungen.

Insgesamt ist unser seelisches und körperliches Gleichgewicht von 3 Säulen getragen:
– unserem Denken
– unserem Fühlen
– unserem Körper

Arbeit und Freizeit am Bildschirm bedeuten gleichzeitig mehr körperliche Inaktivität: das Ungleichgewicht ist hier inzwischen sehr groß geworden. Dieses Missverhältnis fördert ganz enorm gedankliche Hyperaktivität: wir gehen auch für unsinnige Fragen, Betrachtungsweisen und Lösungen in den Kopf und bleiben dort stecken weil der körperliche Ausgleich fehlt. Gleichzeitig nehmen unangenehme Körpersymptome zu: der dysfunktionale Gedankenkreislauf darüber nimmt erneut Fahrt auf …
Am Ende kommen positive Emotionen und physische Auslastung zu kurz: es geht uns nicht gut.

Für mehr Wohlbefinden und als Ausgleich, implementieren Sie bitte versuchsweise ein Mindestmaß an Erdung mit der Natur oder zumindest an der frischen Luft. Atmen Sie bewusst. Schalten Sie ab indem Sie versuchen sich zu bewegen so gut es geht. Und wenn es nur 20 Minuten am Tag sind, es wird Sie erden.

Allen meinen Lesern einen verschneiten winterlichen 1. Advent.

Umgang mit Krankheiten und deren Folgen

Liebe Leser,

organische Krankheiten, Unfälle, Eingriffe und deren Folgen haben auch Auswirkungen auf die Psyche von Betroffenen: etwas ist nicht mehr so wie vorher, nicht mehr so gut oder so schön wie vorher.

Es fällt schwer den eigenen neuen Zustand anzunehmen.
Man hat Angst, Andere könnten es genauso sehen.

Abgesehen davon, dass es in vielen Fällen um den Erhalt des Lebens ging, ist die Dankbarkeit an sich nicht immer nachhaltig spürbar.
Man ist sich selber ein Stück weit fremd und kann sich nicht so leicht annehmen, vor allem wenn Beeinträchtigungen in wichtigen Lebensbereichen existieren. Diese können bleibender körperlicher, beruflicher oder zwischenmenschlicher Natur sein, partnerschaftlich oder auch gesellschaftlich.
Wenn man sich nicht annehmen kann, befürchtet man, vor allem Nahestehende könnten es genauso sehen. Wenn man weniger am Leben teilnimmt, kommt automatsich die Schlussfolgerung, man sei weniger wert.

Mit diesem reduzierten Selbstwert kommen auch alte und neue Ängste: wir betrachten unser Leben verstärkt durch die Brille dieser Ängste.

Dabei ist dieser reduzierte Selbstwert sehr oft das grössere Problem als der empfundene oder vorhandene „Defekt“ an sich (der durch das konditionierte Ego, die Stimme der Sozialisation weiter verschlimmert wird).

Das Leben selbst ist unverändert, man kann es bestmöglich leben. Um dies zu lernen, wird die Annahme dessen, was ist benötigt sowie ein stabilerer Selbstwert . Man kann die Beeinträchtigungen nicht wegzaubern, den Umgang damit jedoch fundamental verändern. Wenn man anders denkt, können Lösungen ins Leben kommen.

Allen meinen Lesern einen erholsamen herbstlichen Sonntag.