Mut & Muße – für Ihre neue Woche

Liebe Leser,

um es vorweg zu nehmen: wir manipulieren alle. Und logischerweise werden wir alle manipuliert.
Erziehung, Verkaufsprozesse, Mitarbeiterführung und Verhaltensweisen in Familie und Partnerschaft – jeder versucht eine für sich günstige Situation zu schaffen, in der Andere etwas tun, kaufen, erreichen oder unterlassen.

Welche Qualität hat die Manipulation ? Führt sie zu einem einseitigen Ergebnis bei dem nur einer einen Vorteil hat oder ist es gut für alle ?

Das ist wirklich der entscheidende Punkt.

Also: kleine Lügen, große Emotionen, einseitiger Druck, Versprechen, Drohungen – klebrige Komplimente etc. Seien Sie hier vorsichtig, wie es sich anfühlt.

Wenn eine Aufforderung, Interaktion, Diskussion nicht klar für beide Seiten Aufgaben und Mitarbeit fair aufteilt, könnte es sich um Manipulation handeln.

Oder Kritik, die keine Eigenbeteiligung erkennen lässt und nur auf Negativität aufbaut, ist möglicherweise Manipulation.
Wenn Aufmunterung, Motivation und Stimmigkeit erkennbar sind, ist es sicherlich eine gute Form von Manipulation.
Oder allgemein: wenn Alle etwas von einem Ergebnis haben, ist es ein gutes Zeichen und positives Gefühl.

Beobachten Sie sich selbst und Andere – und erkennen Sie den Unterschied –

Ihnen allen einen erholsamen Sonntag  !

die theoretische Kritik in positivem Kontext soll heute etwas praktischer dargestellt werden.
Wie schaffen wir es, gerade wenn wir Anlass zu Kritik haben und selber emotional geladen sind, diesen positiven Kontext nicht zu überspringen ?

Die wichtigste Regel lautet: erkennen und würdigen, was der Andere gut macht und dann eine klare Botschaft anhängen.

Also: kein Genörgel.

Es muss klar sein, was Sie ausdrücken wollen und genau das muss im Stillen im Vorfeld ausformuliert werden.
Dies gilt für alle relevanten Lebensbereiche, denn sonst mangelt es an Klarheit am Ende einer Diskussion.

Oft bleiben allein Kritik und Ärger in Erinnerung, nicht aber das gewünschte Endergebnis. Es gibt zu viel Negativität und das Wesentliche wird vergessen weil der Empfänger der Kritik in Stress gerät und gar nicht mehr wirklich aufnahmefähig ist.
Egal ob Angestellte, Teenager, Beziehungspartner – wer kritisiert wird, hat ein Recht auf eine klare Marschroute worum es geht und wie die Vorstellung des Gegenübers stattdessen ist.

„Sie haben den Büroablauf super organisiert – bitte künftig auch Information X, Y, Z bitte direkt zeitnah an mich“.
„Danke für die vorsortierte Schmutzwäsche, bitte frischen Korb jedes Mal gleich wieder mit raufnehmen und einräumen“.
„Wir haben alle grossen Nutzen vom Handy, bitte während der Mahlzeiten neben an lassen“.

Damit disziplinieren wir uns selbst vorab in unserer Ausdrucksweise und kommen schneller und besser gelaunt ans Ziel bei Anderen.

So ist Kritik keine wirkliche Kritik mehr sondern Klarheit für Alle !

Ihnen allen einen sonnigen Sonntag  !

im Allgemeinen sind wir selber ziemlich negativ eingestimmt wenn wir dabei sind, Kririk zu äussern. Der Fokus liegt dann auschliesslich auf negativen Auswirkungen des Verhaltens einer Person.

Es ist zielgerichteter, zunächst einen allgemeinen positiven Kontext zu schaffen und sich dann „heranzuzoomen“ an den Kritikpunkt.

Tatsächlich sollten wir zuerst eine allgemeine gute – gemeinsame – Grundlage benennen, die tragfähig ist.
Und, gute Absichten unterstellen – dem Gegenüber und auch sich selbst.

Das ermöglicht uns nicht nur, Zweck/Ziel/Übersicht über die Verhältnisse zu bewahren sondern auch selber intern sortiert und ruhig zu bleiben.

Aus dieser Stabilität heraus, ist es einfacher gezielt zu äussern, was sich ändern sollte oder das Gegenüber einzuladen, sich auch Gedanken über Alternativen zu machen.

Last but not least, ist es wichtig mitzuteilen, dass das eigene Interesse an einer Sache oder Person, der Hauptbeweggrund ist für den Wunsch nach Verbesserung. „Ich interessiere mich für Dich oder Dies oder Jenes“.

Diese Äusserung kann Wunder wirken und ist universell einsetzbar in allen Lebensbereichen.