Mut & Muße – für Ihre neue Woche

unsere Wahrnehmung erfolgt  zunächst über unsere Sinneskanäle: wir sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen (körperliches Tasten).

Wir gehen unbewusst davon aus, dass unsere Wahrnehmung objektiv ist.

Wir glauben nicht nur was wir wahrnehmen sondern auch die Interpretation dessen, was wir wahrnehmen.

Sie haben richtig gehört: Sie bewerten automatisch, was bedeutet, dass Ihre Wahrnehmnung und Ihre Interpretation verschmelzen und letztlich bestimmen, welchen Inhalt Ihre Wahrnehmung bekommt.

Hier kommen wieder unsere Bewertungen, Überzeugungen und Glaubenssätze ins Spiel: je nachdem ob diese entspannt und grundsätzlich positiv sind oder ängstlich und negativ eingefärbt, wird auch die Wahrnehmung genau diese Einfärbung haben – je nachdem was eine Situation in Ihnen auslöst.

Dies bedeutet, dass die Wahrnehmung – so objektiv sie erscheint : „ich sehe, dass es regnet“ (=objektiv unstrittig) eine völlig andere Bewertung bekommt, je nachdem ob man Gartenliebhaber ist oder Sonnenanbeter. Ob man in der City Shoppen möchte oder regional unter anhaltender Dürre leidet, ob man Regen mit schlechter Laune kombiniert oder eine Sonnenallergie hat.

Deshalb empfehle ich bewusster zu sein während wir bewerten: ist diese Bewertung auch wahr ?

Dient mir meine Schlussfolgerung, macht Sie mich froh oder ist mein Leben dadurch schwieriger ?

gleich mehrere Leser haben nach dem letzten Newsletter nachgehakt, es sei manchmal schwierig zu unterscheiden, wann der Verstand am Werk ist im positiven Sinn. Und wann die Vernunft schützt – vor unsinnigen Entscheidungen oder abenteuerlichen Ideen, die auch im negativen Sinn weitreichende Konsequenzen mit sich bringen.

Stellen Sie sich die Frage: würde diese Idee signifikant meine Lebensqualität erhöhen und mir Freude bringen, wenn ich sie realisiere ?

Damit ist alles gesagt. Wenn Sie innerlich JA sagen und Begeisterung empfinden, ist es für Sie richtig.
Natürlich kann es anfängliche Schwierigkeiten bei den Veränderungen und der Umsetzung neuer Ideen geben – das ist aber normal.
Und hier besteht die Kunst darin, sich von der vermeintlichen Vernunft zur vorzeitigen Aufgabe einer Idee NICHT verführen zu lassen. Die Vernunft ist nämlich bequem – sie will Sie schützen und sorgt dafür, dass Sie den gewohnten Pfad nicht verlassen. Es ist die Angst, die hier das Kommando übernimmt.

Nehmen wir ein sehr konkretes Beispiel: ich möchte eine besondere Fernreise machen, muss aber das Geld, das ich gespart habe für eine neue Heizung bereithalten. Was mache ich: die Weltreise oder die neue Heizung kaufen ?

Sie wollen beides.
Dann können Sie auch beides haben.
Ihnen wird etwas einfallen. günstige Unterkünfte und Flüge: lange im Voraus gebucht oder last minute.
Sie können Ihre Wohnung/Haus auf Zeit vermieten während Sie weg sind.
Evtl. können Sie von unterwegs sogar arbeiten.
Dinge fallen Ihnen zu.

Dies war nur ein Beispiel – es gibt zahlreiche.

Wenn eine Idee richtig ist, werden Sie die Hürden überwinden und Wege finden – und dranbleiben.
Wenn eine Idee richtig ist, werden Sie den Drive haben, sie durchzuziehen trotz einiger Probleme.

Wenn Aufgeben das grösste Problem darstellen für Sie würde, ist die Idee richtig.

Wenn Sie aufgeben und sich richtig gut dabei fühlen, war es nicht die richtige Idee.

mit dem Begriff „Verstand“ schleicht sich meist  ein weiterer Begriff durch die Hintertür, der uns dann möglicherweise sabotiert. Es ist die sogenannte Vernunft – diese beiden Begriffe verschmelzen dann und wir werden plötzlich von der „vernünftigen“ gängigen gesellschaftlichen Erwartung – oder dem was wir darunter verstehen – regiert.

Verstand ist unsere Fähigkeit uns bewusst zu hinterfragen – gerade wenn es um die „vernünftigen“ Bewertungen geht.

Genau diese Vernunft verhindert, dass wir unseren Verstand für uns optimal einsetzen. Für unsere Situation, für unsere Wünsche, für unser Leben. Stattdessen geben wir dem Vorrang, was vielleicht von uns erwartet wird.
Sie sorgt dafür, dass wir in der Spur bleiben und uns begrenzen.

Mit unserem Verstand aber können wir Dinge hinterfragen, was gefällt uns, was nicht ? Was sollten wir ändern, weil es sich gut anfühlt diese Veränderung anzustreben ? Wie können wir Ziele dann ansteuern ?
Dies alles bewerkstelligen wir mit unserem Verstand. Dieser zeigt uns Möglichkeiten und Wege auf.
Und er arbeitet optimalerweise mit Zuversicht.

Lassen Sie den falschen Verstand „Vernunft“ nicht Ihre Ziele sabotieren.
Vor allem, wenn Sie zum Jahresbeginn Pläne haben und sich tragen lassen wollen von Begeisterung und Tatkraft.