Mut & Muße – für Ihre neue Woche

in sämtlichen Beziehungen und Lebensbereichen erleben sich Menschen unterschiedlich wehrhaft im Umgang mit einer Kränkung. Zwischen Wut, beschämtem Rückzug, Unsicherheit, Trauer – um nur einige Gefühle zu benennen – versuchen die Betroffenen mit einem deutlich reduzierten Selbstwertgefühl zurecht zu kommen.

Welche Art von Kränkung auch immer stattfindet –
Sie können entscheiden wie Sie darauf reagieren.

Über Jahre hinweg andauernde Kränkungen hinterlassen Spuren bei den Gekränkten. Ein Muster als Opfer festigt sich und bewirkt, dass im Laufe der Zeit die Filter immer durchlässiger werden. Man gewöhnt sich daran, die Lebensqualität nimmt ab und der Selbstwert ist im Keller. Man traut sich immer weniger zu. So gesehen gibt man denjenigen Recht, die einen kränken: man leidet, lässt es aber zu. An diesem Punkt ist die Selbsterkenntnis wichtig, dass man sich in der Opferrolle befindet. Als nächsten Schritt, Sie haben es erraten, ergibt sich eine ungeahnte Chance: raus aus dem Opferdasein !
Wenn auch Sie gelegentlich Opfer von großen oder kleineren Kränkungen sind, machen Sie sich eine Liste und überlegen Sie schon mal, was Sie alles noch hinnehmen wollen oder auch nicht…

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen einen gemütlichen Sonntag !

nach dem vergangenen Newsletter erreichten mich einige Mails mit Hinweisen, derartige Empfehlungen und angestrebte Bemühungen den Partner zu überzeugen, seien erprobt und hätten nie gefruchtet. Hier ein paar Beispiele zwecks Vertiefung des Themas:  „ich habe meiner Frau schon so oft gesagt, womit sie aufhören soll, es interessiert sie nicht“, „mein Partner weiß ganz genau was ich mir wünsche“, „meinem Mann sage ich so oft, dass ich X und Y nicht möchte und er weiß ganz genau, was er stattdessen tun soll“ , „also manche Dinge setze ich einfach voraus“ etc….

Ihr Partner kann keine Gedanken lesen.
Genauso wenig wie Sie seine/ihre lesen können.

Warum genau sind bisherige Bemühungen meiner Leser erfolglos geblieben ? Weil es nicht darum geht jemand etwas zu verbieten, zu befehlen oder Dinge im Stillen vorauszusetzen. Selbst dann nicht, wenn man (manchmal verständlicherweise) frustriert ist.
Deutlich klarer und entspannter wird es, wenn jeder eigene Wünsche und Vorstellungen kennt und ausformuliert. Erwarten Sie von Ihrem Partner keine hellseherischen Fähigkeiten. Sie haben die Möglichkeit ihm Wünsche wertschätzend mitzuteilen und ihn zu ermutigen Dinge freiwillig und bewusster zu tun. Die eine oder andere Einleitung könnte so aussehen: „Du kannst dieses oder jenes ganz toll und es entlastet mich, wenn Du es übernimmst…“, „ich freue mich immer, wenn ich in die Garage gehe und das Altglas ist weg… Danke Dir !“, ich bin am Ende der Woche so ausgelaugt, dass ich den Freitag Abend entspannt geniessen möchte – für Samstag können wir dann gern etwas planen“,, „ich fühle mich richtig wertgeschätzt, wenn ich mich darum nicht kümmern muss“ etc. So sorgen Sie für sich selbst und für den Erhalt der guten Stimmung zwischen Ihnen.
Ihnen einen entspannten winterlichen Sonntag und beobachten Sie Ihren Partner,  wenn Sie ihm freundlich Ihre Wünsche mitteilen !

zu Beginn eines neuen Jahres treffen wir meist neue gute Vorsätze, die sich auf unsere Lebensgewohnheiten beziehen: wir wollen ein gesünderes Gewicht und eine bessere Fitness erreichen, lästige Gewohnheiten wie Rauchen, Naschen etc. abstellen und mehr Zeit für Hobbies oder auch eine Fortbildung einplanen. Doch wie sieht es mit dem Thema BEZIEHUNGEN/Partnerschaft  aus ?

Auch Beziehungen lassen sich auf eine bessere Ebene bringen – vorausgesetzt, es ist ein bewusstes Ziel.

Wie bei allen bewussten Entscheidungen geht es darum, den Fokus auf eine Verbesserung zu halten. Wie sind meine eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Möglichkeiten ? Dies zu definieren erlaubt uns für uns festzustellen, was für uns wichtig, verbesserungs- und übertragungswürdig für die Partnerschaft ist.
In einem 2. Schritt sollten wir dies dem Partner wertschätzend kommunizieren. Das heisst: statt Vorwürfe Wünsche äussern. Denn wie soll der Partner es wissen, wenn Sie selbst es nicht für sich klar haben und es ihm freundlich mitteilen ? Dabei macht es keinen Unterschied, ob Sie frisch in einer Beziehung sind oder bereits seit 20,30 oder 40 Jahren. MAN KANN IMMER ETWAS VERBESSERN !

Dies ist auch meine Botschaft für das neue Jahr – Ihnen ein wunderbares erstes Wochenende in 2021 !