Mut & Muße – für Ihre neue Woche
Praxis Iris Barth

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96482 Ahorn
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Angst und Vermeidung
ziemlich genau wissen wir, was es bedeutet Angst zu haben. Vielen Menschen ist bewusst wovor sie sich fürchten und auch, dass sie im Zusammenhang mit ihren Ängsten konkrete Angstgedanken haben. Anders ist es beim Thema Vermeidung. Diese ist eine Konsequenz aus der Angst, die eher weniger bewusst ist aber weitreichend.
Wenn wir Angst haben, gehen wir mehr oder weniger bewusst in die Vermeidung. An den Folgen der Vermeidung erkennen wir oft erst das Ausmaß der Angst.
Wenn wir praktische Beispiele in Berufsleben oder auch privat betrachten, fallen uns spontan Personen ein (einschliesslich uns selbst), die dazu passen. So kann die Angst vor Neuem oder Unbekanntem zu Vermeidung und Rückzug führen: eine interessante Reise wird gar nicht in Erwägung gezogen obwohl sie uns bereichern würde, eine Fortbildung wird nicht wahrgenommen obwohl das Interesse vorhanden ist, der gutdotierte Posten wird trotz guter Prognosen nicht angestrebt weil man zusätzliche Verantwortung meidet, das Fitness-Studio wird nicht gebucht weil man sich unwohl vor anderen im Sportdress fühlt obwohl die Rückenprobleme zunehmen und man Lebensqualität einbüsst … Die Vermeidung hilft kurzfristig der Angst auszuweichen, fliegt uns aber später um die Ohren in Form von Bedauern und Frustration weil wir so viele Möglichkeiten nicht genutzt haben, um mehr aus unserem Leben zu machen. Haben Sie Angst ? Dann geben Sie Gas …
Vielleicht können auch Sie heute ein Vorhaben planen und umsetzen – und dabei Ihr bisheriges Vermeidungsverhalten überwinden !
Sich zu Wehr setzen
nach den letzten Newslettern über das Thema „Kränkungen“, möchte ich nun auch ganz praktisch auf eine dritte Option eingehen, wenn es darauf ankommt sich wehren zu können. Ganz alltäglich finden Grenzüberschreitungen aller Art statt, Rechte, die beschnitten werden oder schlicht nicht ausgeübt werden können, Benachteiligung und selbstverständlich auch Straftaten. Es dreht sich hier um UNRECHT. Dabei ist auffällig, dass viele betroffene Menschen dies hinnehmen obwohl sie darunter leiden.
Sich Unterstützung zu sichern bei übergriffigem Verhalten aller Art ist der erste Schritt in Richtung Wehrhaftigkeit.
Egal ob es sich um Mobbing oder Belästigung am Arbeitsplatz handelt, schalten Sie den Betriebsrat ein. In der Schule melden Sie es sofort der Schulleitung inkl. Cybermobbing bei Jugendlichen, Angriffe auf Ihre Person der Polizei, rechtliche Belange lassen Sie einen Anwalt für Sie einfordern. Wenn Sie durch Behörden oder Institutionen Unrecht erfahren, beschweren Sie sich. Dabei geht es nicht um Querulantentum sondern um das konkrete Einstehen Ihrer Rechte und das Verhindern von drohendem Unrecht.
Persönlich wehrhaft zu sein garantiert die körperliche, geistige und rechtliche Unversehrtheit und tut den Menschen gut.
Liebe Leser, ich wünsche Ihnen einen entspannten Sonntag !
Umgang mit Kränkung: raus aus der Opferrolle !
wie der Titel schon sagt, geht es um einen Ausstieg aus Ihrer Opferrolle in den Bereichen oder mit den Menschen, die bei Ihnen das Gefühl entfachen, ein Opfer zu sein. Wie also verhält sich jemand, der KEIN Opfer ist ?
Ein Nicht-Opfer fragt erst einmal nach, wie eine Sache gemeint war.
Unabhängig davon jedoch bleibt die Orientierung an der Sache.
UND die ICH-Perspektive.
Es geht also nicht darum, dass Andere sich nur noch so verhalten wie Sie es wünschen sondern Sie selbst Ihr Empfinden steuern indem Sie 1.) im Zweifel erst Informationen sammeln, 2.) bewusst rational am Sachverhalt bleiben („worum geht es ?“) und 3.) selbstbewusst aus der ICH-Perspektive reagieren („Ich sehe das so und so“ und dabei DARF eine andere Meinung DANEBEN existieren.). Darf man sich dann überhaupt dann noch aufregen oder mal etwas persönlich nehmen, werde ich öfter gefragt. Die Antwort ist: natürlich, man darf sich auch persönlich zeigen, wenn es um Inhalte geht. Wichtig ist nur, eine auch mal hitzige oder gar unangenehme Diskussion nicht als Kränkung zu sehen und es nicht nachzutragen (auch das ist Opferverhalten). Oder man darf ganz bewusst auch mal „ich armes Würstchen“ sagen …
Mit diesem Augenzwinkern wünsche ich Ihnen einen humorvollen Sonntag !