Mut & Muße – für Ihre neue Woche

genau dieses Dilemma vorschnell zu Nähe gedrängt zu werden, hat zu zahlreichen Rückmeldungen geführt.  Empfindlich an diesem Punkt sind  genau diejenigen, die ein grösseres Bedürfnis nach Distanz haben.

Der Zeitgeist sollte zur Sensibilisierung gewisser persönlicher Grenzen einladen und nicht zur Distanzlosigkeit. SIE bestimmen.

In grosserm Tempo werden die Unterschiede nivelliert – wir müssen jedoch nicht alles annehmen und dürfen zu unseren persönlichen Präferenzen stehen. Das aktiv praktizierte DU ist auch kein ganz neues Phänomen, seit Jahrzehnten etabliert es sich nach und nach – mündlich und schriftlich.

Deshalb ist es genauso natürlich, sich gelegentlich selbst zu profilieren und dies für sich als Vorteil zu sehen wenn man den Wunsch hat sich dem nicht automatisch anzupassen. Wenn man gern anders gesehen und anders behandelt werden möchte.

Aus der Abgrenzungsperspektive heraus des verdutzten Geduzten, könnte sich dies so anhören:

„Ich sage Ihnen Bescheid, wenn ich so weit bin“
„Ich bin ein gnadenloser Siezer“
„Oh, ich würde gern, kann aber nicht“
„Nicht wundern, ich lande immer wieder beim Sie“ (und dann einfach weiter siezen…)

Wählen Sie einen Notschalter mit dem Sie sich wohl fühlen und der spontan einsetzbar ist – am besten mit einem Lächeln und der Gewissheit, dass es immer funktioniert !

Und: keine Scheu vor dem eigenen Profil in dieser Sache !

In diesem Sinne, Frohe Pfingsten an alle meine Leser und ein herzliches Danke für Ihre Impulse !

immer häufiger befinden wir uns in Situationen, die uns mehr oder weniger vorgegeben werden, was das Duzen betrifft. Ob in förmlichen Kontexten wie Anschreiben, gesellschaftlichen Situationen oder beruflichen Settings, die Gepflogenheiten gehen immer mehr in Richtung „Duzen“.
Nicht jeder fühlt sich damit wohl.

Der Umgang mit Nähe und Distanz und das Gefühl von Tempo in der Nahbarkeit, sollte jeder für sich bestimmen.

Dazu vorab: wenn Ihnen das Duzen uneingeschränkt angenehm ist, lassen Sie sich duzen.
Wir wollen keine Probleme kreieren, wo keine sind.
Bieten Sie jedoch vorsorglich Ihr „DU“ so an, dass Sie erst einmal fragen ob es Ihrem Gegenüber recht ist oder lieber das „SIE“ gewünscht ist.
Das empfehle ich generell im Sinne eines harmonischen Miteinanders, vor allem wenn Altersgruppen gemischt sind, man sich gar nicht kennt oder berufliche Unterschiede offensichtlich vorhanden sind.

Harmonie entsteht nicht unbedingt wenn alle sich duzen sondern wenn alle sich wohlfühlen.

Für Einige geschieht das mit dem Du – für Andere erst einmal mit dem Sie.

Für diejenigen, die in einem ersten Schritt gerne Beobachter sind und denen Distanz gut tut, empfehle ich, sich notfalls zu distanzieren mit einem einfachen Satz wie:

„ich bin das gar nicht gewohnt so schnell“ oder
„ich sage automatisch immer erst einmal SIE“ oder
„sehr gerne zu einem späteren Zeitpunkt“ –

Sie sehen, diese Sätze sind freundlich und schaffen wieder die Distanz, die Sie vielleicht brauchen.

Und wenn Sie ein verständnisvoller Duzer sind, werden Sie das gut annehmen können. Sie können zB sagen „ja gerne – sagen Sie einfach wenn SIE so weit sind“.

In diesem Sinne, ein schönes entspanntes Wochenende an alle meine Leser !

Liebe Leser,

mit viel Ungewissheit und diversen Befürchtungen blicken derzeit zahlreiche Menschen auf Ihr Leben – in nahezu allen Lebensbereichen sieht man Krisen. Persönlich und global. Jedoch:

der beste Weg wieder in eine gute Zukunft zu blicken ist diese zu gestalten.


Die Frage ist nur: wie verfährt man dabei, wenn die Negativität grosse Schatten wirft auf unsere Sichtweise ? Wenn objektive Kriterien auch negativ sind ?

Ein grosses Problem ist natürlich unser Fokus. Viele Menschen sagen, sie sehen nichts wenn sie in ihre Zukunft blicken. Das ist so nicht richtig. Denn in Wahrheit sehen sie viel, nämlich ausschliesslich das Negative.

So lässt sich Zuversicht natürlich nicht aufbauen. Wir dürfen lernen, wieder unsere Aufmerksamkeit auf neutrale oder angenehme Dinge zu richten, die wir in der Gegenwart erleben. Und unsere negative Sicht zu hinterfragen, ggfs. zu korrigieren. Oder auch unseren Handlungsspielraum wieder zu erkennen, überall dort, wo wir glauben keinen mehr zu haben.
Notfalls dürfen wir die Lupe heraus holen – wir werden gute Dinge finden, wenn wir unseren Fokus darauf ausrichten.

Wir dürfen die Vergangenheit als Bestätigung dafür sehen, dass die Menschen schon immer mit teils auch existentieller Ungewissheit umgehen mussten im Gegensatz zur gängigen Meinung, früher habe man immer gewusst, was auf einen zukommt.

Deshalb kommt unserer Selbststeuerung eine so hohe Bedeutung zu weil es für genau die Menschen immer leichter war, die mit Wertschätzung, Bewusstheit über ihre Vorteile und Präsenz in der Gegenwart ihr Leben meisterten als für diejenigen, die sich als ohnmächtig empfanden weil sie nur Befürchtungen in Richtung Zukunft hatten. Das war nie anders, deshalb gilt dieses Prinzip nach wie vor.

Es lohnt sich es umzusetzen weil das Hier und Jetzt der zugänglichste und sicherste Ort ist für uns alle und nur dort Zuversicht wieder entstehen kann.

Und immer wenn die Menschen zuversichtlich waren, waren auch die Zeiten gut oder sie konnten bestmöglich überstanden werden…

Einen zuversichtlichen sonnigen Sonntag und beste Grüße an alle meine Leser ! !