Mut & Muße – für Ihre neue Woche
Praxis Iris Barth

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Dezentrieren
sicherlich haben auch Sie schon mal einer Person oder einer Angelegenheit zu viel Aufmerksamkeit gewidmet und zwar so viel, dass es Ihnen nicht mehr gut getan hat.
Warum ? Weil alles andere, was auch zu Ihrem Leben gehört, nur noch durch die Linse dieser Person oder Sache von Ihnen gesehen wurde.
Die Lösung heisst: bewusstes Dezentrieren.
Vielleicht erkennen Sie sich wieder in typischen Themen wie Kinder, Teenager, Schwiegereltern, Schulprobleme, Krankheiten, schwierige Arbeitskollegen, eigenartige Liebesbeziehungen, oder auch generelle gesellschaftliche Entwicklungen, die schwer einzuschätzen sind.
Die Tatsache, dass hier etwas anders läuft als man es sich wünscht, beherrscht schnell die Gedanken.
Diese drängen sich gefühlt auf und man wird sie irgendwie schlecht los – obwohl man doch gerne an Erfreulicheres denken würde, da man ohnehin keine Lösung hat.
Genau an dieser Stelle bietet sich ein bewusstes Herausnehmen aus dem Fokus an. Man schiebt gedanklich das Problem oder die Person aus dem Zentrum der Aufmerksamkeit und sagt es innerlich auch so. „Liebe Person X, Y, Z oder liebes Problem A, B, C, D, ich stelle mir jetzt vor, dass es Dich nicht gibt. Alles läuft wunderbar“. Und dann konzentrieren Sie sich auf andere Lebensbereiche und andere Schwerpunkte oder Personen, am besten positive oder neutrale. Dorthin wenden Sie sich mit Ihrer Aufmerksamkeit und bleiben dort.
Diese Übung entlastet Sie und nimmt Problemen wie Personen die alles überragende Wichtigkeit.
Und entweder stört es Sie weniger oder Lösungen kommen unerwartet …
Einen entspannten Sonntag an alle meine Leser !
Ist es Intuition ?
vielleicht kennen Sie auch diesen Gedanken, die Intuition habe Sie das eine oder andere Mal von etwas abgehalten oder Sie hatten schon aufgrund Ihrer Intuition Vorbehalte gegenüber einer Person oder Situation, die sich im Nachhinein bewahrheitet hat.
Jedoch sind Intuition und ganz normale Angst zwei unterschiedliche Zustände.
Dennoch werden diese beiden Zustände oft verwechselt. Wie können wir Sie unterscheiden ?
Wie können wir wissen ob die Intuition am Werk war oder die blanke Angst ?
Wir sprechen von Intuition wenn wir einen Impuls verspüren, der sehr stark und eindeutig ist und in vielen Fällen positiv. Es erfolgt ein konkreter und klarer Gedanke, wie zB „das hier ist der richtige Ort oder der richtige Mensch“ wenn wir mit unserer inneren Stimme gut verbunden sind.
Angst hingegen entsteht wenn negative Bewertungen im Spiel sind und uns dann verunsichern. Hier sind die Gedanken entsprechend negativ eigefärbt: „Pass auf, das kann gefährlich werden, nein., lieber nicht oder vielleicht ist es doch nicht passend etc.“ Hier ist das konditionierte Ego, die Stimme unserer Sozialisation am Werk.
(Oder es kann neutral sein wie zB der Verstand, wenn etwas eindeutig unsinnig ist, wird man es so einordnen können ohne seine Intuition oder Angst überhaupt zu benötigen.)
Wenn wir sagen „meine Intuition hat mich vor etwas gewarnt“, ist es oft so, dass entweder also unser Verstand etwas richtig bewertet hat und es passend war oder auch unsere Angst mit entsprechenden Angstgedanken uns zurückgehalten hat. In diesem Zustand sind wir oft blockiert und zögern ob unserer Verhaltensweise.
Wenn die Intuition im Spiel ist, kommen eindeutige Gedanken wie „etwas ist unstimmig – mach lieber (konkret und klar) dieses oder Jenes („geh nach Hause“, „such Dir andere Gesprächspartner“, „mach lieber den anderen Deal, da hast Du ein besseres Gefühl“. Die Basis der Intuition ist die Stimmigkeit, im Zusammenhang mit einer klaren gedanklichen Abfolge und entsprechender Handlung.
Achten Sie auf den Unterschied, er ist erkennbar !
In diesem Sinne, verbringen Sie einen sommerlichen Sonntag !
ICH als Zentrum des WIR 3
heute wollen wir etwas praktischer hinsehen und einige Beispiele nennen, wie wir uns EINORDNEN statt uns automatisch mit mehr oder weniger Widerwillen unterzuordnen oder gar komplett in den Zustand von konsequenzbeladener Verweigerung zu gelangen.
Es für sich selbst so vorteilhaft wie möglich einzurichten ist erlaubt.
Mit „vorteilhaft“ ist eine positive, authentische Haltung gemeint – keine Rücksichtslosigkeit.
Wenn wir individuell zu unseren Werten stehen und diese vertreten, werden wir automatisch standfest und sicher im kollektiven WIR.
Nehmen wir das Beispiel mit unseren Steuern. Niemand zahlt sie gerne – zumindest nicht so viel. Ganz natürlich versuchen wir hier, im Rahmen des Erlaubten, des Möglichen, des Gesetzlichen, unsere Abgaben entsprechend zu reduzieren. Da geben wir auch nicht auf. Wenn wir den Standpunkt vertreten: ich arbeite hart, mir darf auch gut etwas übrig bleiben, wird es möglich sein einen Kompromiss zu finden in der persönlichen Bewertung, der getragen ist von persönlichen Werten und einer guten Beziehung zum Allgemeinwohl. Dann ist es einfacher, auch teilweise Unangenehmes zu akzeptieren.
Nehmen wir sowohl familiäre als auch allgemeine persönliche Kontakte: viele Menschen sagen „ich bin immer derjenige, der sich bei den Anderen melden muss sonst gibt es keinen Kontakt“: ja, dann sind Sie es halt mal nicht mehr. Niemand ist gezwungen, immer für Kontakt zu sorgen für eine Art Allgemeinwohl. Entweder er kommt zustande oder nicht. Unabhängig von Ihnen. Beides ist in Ordnung und nicht Ihre alleinige Aufgabe. Nehmen Sie sich aus der Verpflichtung, auch wenn man es von Ihnen erwartet – wenn es Ihnen damit nicht gut geht.
Forschen Sie einfach ein wenig, Sie werden bemerken, dass Sie Einiges für sich automatisch gut einordnen, nämlich immer dann, wenn Sie in einem Lebensbereich oder einer Charaktereigenschaft sicher sind – d.h. Ihrer Werte bewusst mit einem starken ICH.
Achten Sie darauf und Sie werden es auf andere Situationen übertragen können. Je öfter Sie es machen desto leichter fällt es Ihnen, das richtige Maß zwischen dem ICH und dem WIR zu finden.
Dann macht Ihnen das WIR auch wieder mehr Spaß weil Sie einen Spielraum haben, in dem auch Sie wieder zum Ausdruck kommen.
In diesem Sinne, verbringen Sie einen entspannten sommerlichen Sonntag !