Mut & Muße – für Ihre neue Woche
Praxis Iris Barth

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Extrovertiert vs. introvertiert 2
ob man zu der einen oder anderen Kategorie gehört, ist letztlich nicht nur auf das beobachtbare Verhalten zurückzuführen. Diese Kategorisierung kann irreführend sein sowohl in der Fremdbewertung wie auch eigenen Einschätzung.
Um gut für sich zu sorgen, sollte man die Wahl haben wie man sich gerne verhalten möchte.
Tatsächlich ist eine Person, die extrovertiert wirkt und viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, nicht automatisch selbstbewusst. Viele Menschen überspielen mit Worten und Auftreten ein unsicheres Inneres und können nicht so gut zuhören oder einfach nur beobachten.
Sie haben oft den Drang, die Stille füllen zu wollen und tun dies mit einer Bewältigungsstrategie
Dies hingegen können Mitmenschen mit Selbstbewusstsein, die im ersten Augenblick eher introvertiert scheinen. Sie müssen nicht immer im Mittelpunkt des Interesses stehen und können reserviert sein wenn Ihnen danach ist.
Sie beobachten gerne und geniessen manchmal auch die Distanz. Man könnte sie für introvertiert halten, dennoch entscheiden sie sich bewusst für ein gelegentliches Zurücknehmen und können sich dann ganz natürlich wieder an Gesprächen beteiligen oder diese initiieren wenn Sie Lust dazu haben.
Mit eine Mindestmaß an Selbstbewusstsein ist es einfacher weil man sich grundlegend wohler fühlt als mit einschränkenden Gedanken über sich selbst.
Beobachten Sie sich gelegentlich selbst und auch Ihre Mitmenschen – auf einer Party, einer Veranstaltung oder in einem beruflichen Kontext.
Allen meinen Lesern einen entspannten und beobachtungsreichen Sonntag !
Extrovertiert vs. introvertiert
oft höre ich „ich wäre so gern extrovertierter und würde gern entspannten Small-Talk beherrschen aber ich bin so schüchtern“… Meistens kommt noch die Frage „kann ich das überwinden ?“
Sehr oft ist es primär eine Frage des Selbstvertrauens ob man entspannt und offen in Gesellschaft sein kann.
Hier liegt nämlich oft der Bewertungsfehler: man glaubt, es sei ausschliesslich persönliche Veranlagung so oder so zu sein. Das müsse man auch hinnehmen – so der unbewusste (unhinterfragter Gedanke).
Dabei spielt hier natürlich der Selbstwert eine zentrale Rolle. Wenn Menschen selbstbewusst sind, zeigt sich das nicht nur in Ihrem vermeintlich selbstbewussten Auftreten sondern vor allem in der Art wie sie über sich selbst denken. Sie wissen, dass sie nicht immer allen gefallen müssen und machen sich deutlich weniger Gedanken darüber, was Andere über sie denken. Sie gehen daher auch weniger davon aus, dass Andere sie negativ bewerten könnten. Sie trauen sich dadurch, öfter authentisch zu sein und auf Andere zu zugehen.
Introvertierte Menschen sind sich oft ihres Wertes gar nicht bewusst – sie denken tendenziell schlechter über sich und fühlen sich dadurch auch angespannter in sozialen Interaktionen. Die Unsicherheit führt dann zu einer gehemmten Zurückhaltung, die als Introvertiertheit interpretiert wird.
Selbstvertrauen ist also eher eine Frage der Übung des Selbstwertes als der in Stein gemeißelten persönlichen Veranlagung. Insofern kann jeder dies ändern – wenn er den Wunsch dazu hat und die Bereitschaft sich dafür zu öffnen, dass es möglich ist.
Allen meinen Lesern einen wunderbaren Sonntag !
Manipulation erkennen 2
der gezielte Einfluss von aussen ist nicht die einzige Möglichkeit manipuliert zu werden. Zwar hilft eine kritische Betrachtungsweise ob alle profitieren doch ist diese hinterfragende Haltung auch nötig wenn es um eigene Gedanken geht.
Der eigene freie Wille darf ebenso hinterfragt werden wenn wir glauben freie Entscheidungen zu treffen.
Auch unser vermeintlich freier Wille wurde geformt durch eine Reihe von Einflüssen in unserem Leben – von Kindesbeinen an.
Der Mix aus Anpassung im Rahmen der Sozialisation zwischen 0 und 6 Jahren und individueller Präferenzen sowie die Summe und Art unserer Erfahrungen formen unseren Willen wenn es darum geht nach „nach vorne zu entscheiden“. Gleichzeitig beeinflussen uns Werbung, Zeitgeschehen und neue Erfahrungen mit allen Anforderungen und eigener persönlicher Entwicklung.
Sich verändernde familiäre Verhältnisse, berufliche Weiterentwicklung (oder Stagnation) und das von uns wahrgenommene Weltgeschehen beeinflussen unseren eigenen Willen ebenfalls.
Mittendrin hilft es uns, wenn wir uns immer wieder die Sinnfrage stellen. Passt etwas zu uns ?
Warum tun wir etwas ?
Warum unterlassen wir etwas ? Welchen höheren Sinn benötigen wir damit es uns gut geht ?
Erkennen wir ihn bei dem, was wir gerade entscheiden oder tun ? Oder gibt es eine Alternative ?
Die Antwort bietet mehr Schutz vor Manipulation und bringt uns innere Klarheit.
In diesem Sinne, Ihnen allen einen erholsamen Sonntag !