Mut & Muße – für Ihre neue Woche

viele Menschen machen aktuell eine ganz neue Erfahrung: man ist plötzlich in zahlreichen Lebenslagen allein. In Situationen, die normalerweise mit anderen Menschen stattfinden und erlebt werden, ist man auf einmal auf sich gestellt: zu Hause nur noch im engsten Kreis, im Beruf mit dem Home Office ohne die Kollegen, an Geburtstagen ohne die Verwandtschaft und sogar auf Beerdigungen steht man einsam und etwas hilflos da. Und nirgendwo darf man Anderen nahe sein-die physische Kontaktsperre gilt noch. Zunehmend nehmen wir eine gewisse Einsamkeit wahr, fehlt doch der Austausch ganz besonders mit den Menschen, die uns nahe stehen und die wir auch gern einfach in den Arm nehmen würden. Wie können wir die Zeit überstehen bis wir als soziale Wesen wieder agieren können ?

Da wir vorerst nicht nach aussen gehen können, dürfen wir die Gelegenheit nutzen, um unseren Fokus nach innen zu richten.

Wir haben sowieso keine Wahl. Wir können aber Erkenntnisse über uns gewinnen und in der jetzigen Zeit in uns erforschen, was uns persönlich wichtig ist. Was wir im Leben mehr tun möchten, wen wir vermissen und was wir aktiver in unser Leben holen möchten. Der derzeitige Abstand zu Anderen ermöglichst uns mehr Überblick über unser Verhältnis zu ihnen. Vielleicht können wir auch unser Verhältnis zu ihnen neu gestalten. Oder wir erfahren Neues über uns selber: Fähigkeiten, Wünsche, Visionen etc. Dann werden Sie auch feststellen, dass Sie gar nicht wirklich allein sind.

Liebe Leser, am heutigen Sonntag wünsche ich Ihnen eine gute Introspektion …

nach dem letzten Newsletter mit dem Thema „Verbesserungsvorschläge“ erreichten mich einige Nachfragen darüber, wie man ganz konkret im beruflichen Alltag konstruktiv agieren kann und zwar dann, wenn es nicht nur um Sympathie geht sondern um ernste Themen mit großer Tragweite, die praktisch umgesetzt werden müssen, wie zB eine Dienstanweisung. Natürlich besteht die Möglichkeit, eine Anweisung einfach durchzusetzen. Meistens jedoch bewährt es sich, die Menschen mitzunehmen um eine möglichst gute Kooperationsbereitschaft zu fördern und ein Ziel besser zu erreichen.

Auch hier gilt: zuerst eine positive Botschaft und dann die inhaltliche Aufgabenstellung vermitteln.

Der Überbringer der Botschaft tut sich leichter mit einem positiven persönlichen Bezug hinter dem er auch selber steht: „aus meiner Erfahrung heraus, hat sich dies bewährt …, für mich hat jenes funktioniert, wir suchen nach Lösungen für das Thema X und wollen sie hierfür begeistern/einbinden …, wir möchten es so und so probieren, suchen aber auch nach weiteren Alternativen etc…“ Damit ist der Ton kooperativ statt autoritär und es klingt nicht nach „basta“. Natürlich lassen sich diese Formulierungen auch in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens nutzen.

Liebe Leser, ich wünsche Ihnen frohe Osterfeiertage und bleiben Sie gesund  …

es ist gar nicht so einfach, einen Kritikpunkt oder gar Verbesserungsvorschlag anzubringen und sei er noch so berechtigt oder sinnvoll. Der Empfänger fühlt sich dabei schnell bevormundet – auch wenn das nicht die Absicht ist. Und tatsächlich ist manch eine Formulierung unglücklich: „ich geb‘ Dir mal einen Rat“ oder „Mach’s doch so“ – wer hört das schon gerne ?

Erst ein gutes Gefühl anbringen und dann den Inhalt – so wirkt es gleich ganz anders.

Alle Lebensbereiche bieten bei dem Thema „Kritik und Verbesserung“ laufend gute Gelegenheiten es einfach mal auszuprobieren. Natürlich gehen wir auf Kinder anders ein als auf den Partner und generell macht es einen Unterschied, ob wir einen Adressaten persönlich kennen oder dies anonym geschieht wie zB online. Und manchmal darf es einfach schnell gehen: da bewährt sich ein „aus Sympathie ein Tipp für Sie:…“ statt frustrierte Worte und schon räumen Sie Unangenehmes im Vorfeld aus dem Weg.

Liebe Leser, ich wünsche Ihnen einen erholsamen und sonnigen Sonntag  …