Mut & Muße – für Ihre neue Woche

der Newsletter von letzter Woche hat viel Resonanz erfahren … Mehrere Leser haben mich mit der Fragestellung angeschrieben wie sie sich meine Empfehlung, offensiv mit einer peinlichen Situation umzugehen, denn konkret vorstellen dürfen. Wie denn soll die Wortwahl lauten wenn etwas ausgesprochen wird: SO EINFACH WIE MÖGLICH !

„ich habe mich gerade völlig verkehrt ausgedrückt-Entschuldigung !“
„das war definitiv zuviel Luft-sorry“
„das war etwas voreilig und ist mir jetzt schon etwas peinlich“
„mit einem Zauberstab würde ich es gern ungeschehen machen“ usw …

Seien Sie erfinderisch und auch in solchen Situationen so authentisch wie nur möglich. Gelegentlich unpassende Bemerkungen, ein unangenehmes Geräusch, eine Fehleinschätzung – das alles lässt sich durch das direkte Ansprechen der unangenehmen Situation entschärfen und ist sofort vergessen. Jeder kennt dieses Gefühl und auch Anwesende werden sozusagen entlastet, da sie nun endlich sagen dürfen: „ist doch nicht schlimm !“ oder „ist mir auch schon passiert !“

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Sonntag  !

jedem von uns ist es schon einmal passiert: wir geraten in eine peinliche Situation und schämen uns in Grund und Boden. Doch was geschieht mit uns in diesem Moment, wenn wir dieses gefürchtete Gefühl empfinden ? Wir fühlen uns vor Anderen klein, verachten uns selber-und können nicht fliehen. Wir müssen diese missliche Lage aushalten.

Es ist hilfreich hier den Angriff nach vorne zu starten: sagen Sie laut und deutlich, dass Ihnen die Situation peinlich ist.

Sie werden gleich eine enorme Entlastung verspüren, denn es ist offensiv ausgesprochen. Und jeder Anwesende wird versuchen Sie zu beruhigen, da es ihm/ihr auch schon einmal so ergangen ist. Jeder ist froh nicht der Einzige zu sein, dem ein Missgeschick irgendeiner Art vor den Augen Anderer passiert ist. Die Nachwirkungen unserer Sozialisation („Schäm‘ Dich !“ und „Was werden Andere nur von Dir denken ?“) sind immer noch präsent aber nicht unüberwindbar. Und das einfach auszusprechen, was sich ohnehin schon gezeigt hat, ist ein guter Ansatz, um diesen Dämon zu relativieren.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Sonntag  !

die meisten der viel beschäftigten Menschen kennen einen Zustand ganz besonders: den im Dauerstress zu sein. Und falls es mal keinen Stress gibt, macht sich plötzlich ein anderer unbehaglicher Zustand breit: die Langeweile. Man weiß schon gar nicht mehr wie es sich anfühlt, nicht unter Strom zu stehen. Etwas stimmt nicht. Unter Stress merken wir dies zwar auch, hinterfragen es aber aus zeitlichen Gründen nicht. Was haben also Stress und Langeweile gemeinsam und weshalb fühlen wir uns unwohl dabei ?

In beiden (extremen) Zuständen sind wir innerlich nicht präsent.

Wir spüren die Zeit nicht.

Damit, liebe Leser, bringen wir uns selber dauerhaft um unser Lebensgefühl. Wir erleben unsere eigene Zeit gar nicht mehr, weil wir sie und uns selber gar nicht spüren. Wir funktionieren im Stress und in einer freien Stunde wissen wir mit uns selber nichts anzufangen-wir suchen die nächste Beschäftigung, die uns am Funktionieren hält.

Ich wünsche Ihnen am heutigen Sonntag bewusste Aktivitäten von Qualität, frei von Zeitdruck und reich an Lebensgefühl …