Duzen oder Siezen
immer häufiger befinden wir uns in Situationen, die uns mehr oder weniger vorgegeben werden, was das Duzen betrifft. Ob in förmlichen Kontexten wie Anschreiben, gesellschaftlichen Situationen oder beruflichen Settings, die Gepflogenheiten gehen immer mehr in Richtung „Duzen“.
Nicht jeder fühlt sich damit wohl.
Der Umgang mit Nähe und Distanz und das Gefühl von Tempo in der Nahbarkeit, sollte jeder für sich bestimmen.
Dazu vorab: wenn Ihnen das Duzen uneingeschränkt angenehm ist, lassen Sie sich duzen.
Wir wollen keine Probleme kreieren, wo keine sind.
Bieten Sie jedoch vorsorglich Ihr „DU“ so an, dass Sie erst einmal fragen ob es Ihrem Gegenüber recht ist oder lieber das „SIE“ gewünscht ist.
Das empfehle ich generell im Sinne eines harmonischen Miteinanders, vor allem wenn Altersgruppen gemischt sind, man sich gar nicht kennt oder berufliche Unterschiede offensichtlich vorhanden sind.
Harmonie entsteht nicht unbedingt wenn alle sich duzen sondern wenn alle sich wohlfühlen.
Für Einige geschieht das mit dem Du – für Andere erst einmal mit dem Sie.
Für diejenigen, die in einem ersten Schritt gerne Beobachter sind und denen Distanz gut tut, empfehle ich, sich notfalls zu distanzieren mit einem einfachen Satz wie:
„ich bin das gar nicht gewohnt so schnell“ oder
„ich sage automatisch immer erst einmal SIE“ oder
„sehr gerne zu einem späteren Zeitpunkt“ –
Sie sehen, diese Sätze sind freundlich und schaffen wieder die Distanz, die Sie vielleicht brauchen.
Und wenn Sie ein verständnisvoller Duzer sind, werden Sie das gut annehmen können. Sie können zB sagen „ja gerne – sagen Sie einfach wenn SIE so weit sind“.
In diesem Sinne, ein schönes entspanntes Wochenende an alle meine Leser !

