Duzen oder Siezen 2

genau dieses Dilemma vorschnell zu Nähe gedrängt zu werden, hat zu zahlreichen Rückmeldungen geführt.  Empfindlich an diesem Punkt sind  genau diejenigen, die ein grösseres Bedürfnis nach Distanz haben.

Der Zeitgeist sollte zur Sensibilisierung gewisser persönlicher Grenzen einladen und nicht zur Distanzlosigkeit. SIE bestimmen.

In grosserm Tempo werden die Unterschiede nivelliert – wir müssen jedoch nicht alles annehmen und dürfen zu unseren persönlichen Präferenzen stehen. Das aktiv praktizierte DU ist auch kein ganz neues Phänomen, seit Jahrzehnten etabliert es sich nach und nach – mündlich und schriftlich.

Deshalb ist es genauso natürlich, sich gelegentlich selbst zu profilieren und dies für sich als Vorteil zu sehen wenn man den Wunsch hat sich dem nicht automatisch anzupassen. Wenn man gern anders gesehen und anders behandelt werden möchte.

Aus der Abgrenzungsperspektive heraus des verdutzten Geduzten, könnte sich dies so anhören:

„Ich sage Ihnen Bescheid, wenn ich so weit bin“
„Ich bin ein gnadenloser Siezer“
„Oh, ich würde gern, kann aber nicht“
„Nicht wundern, ich lande immer wieder beim Sie“ (und dann einfach weiter siezen…)

Wählen Sie einen Notschalter mit dem Sie sich wohl fühlen und der spontan einsetzbar ist – am besten mit einem Lächeln und der Gewissheit, dass es immer funktioniert !

Und: keine Scheu vor dem eigenen Profil in dieser Sache !

In diesem Sinne, Frohe Pfingsten an alle meine Leser und ein herzliches Danke für Ihre Impulse !