Extrovertiert vs. introvertiert

oft höre ich „ich wäre so gern extrovertierter und würde gern entspannten Small-Talk beherrschen aber ich bin so schüchtern“… Meistens kommt noch die Frage „kann ich das überwinden ?“

Sehr oft ist es primär eine Frage des Selbstvertrauens ob man entspannt und offen in Gesellschaft sein kann.

Hier liegt nämlich oft der Bewertungsfehler: man glaubt, es sei ausschliesslich persönliche Veranlagung so oder so zu sein. Das müsse man auch hinnehmen – so der unbewusste (unhinterfragter Gedanke).

Dabei spielt hier natürlich der Selbstwert eine zentrale Rolle. Wenn Menschen selbstbewusst sind, zeigt sich das nicht nur in Ihrem vermeintlich selbstbewussten Auftreten sondern vor allem in der Art wie sie über sich selbst denken. Sie wissen, dass sie nicht immer allen gefallen müssen und machen sich deutlich weniger Gedanken darüber, was Andere über sie denken. Sie gehen daher auch weniger davon aus, dass Andere sie negativ bewerten könnten. Sie trauen sich dadurch, öfter authentisch zu sein und auf Andere zu zugehen.

Introvertierte Menschen sind sich oft ihres Wertes gar nicht bewusst – sie denken tendenziell schlechter über sich und fühlen sich dadurch auch angespannter in sozialen Interaktionen. Die Unsicherheit führt dann zu einer gehemmten Zurückhaltung, die als Introvertiertheit interpretiert wird.

Selbstvertrauen ist also eher eine Frage der Übung des Selbstwertes als der in Stein gemeißelten persönlichen Veranlagung. Insofern kann jeder dies ändern – wenn er den Wunsch dazu hat und die Bereitschaft sich dafür zu öffnen, dass es möglich ist.

Allen meinen Lesern einen wunderbaren Sonntag  !