ICH als Zentrum des WIR 3
heute wollen wir etwas praktischer hinsehen und einige Beispiele nennen, wie wir uns EINORDNEN statt uns automatisch mit mehr oder weniger Widerwillen unterzuordnen oder gar komplett in den Zustand von konsequenzbeladener Verweigerung zu gelangen.
Es für sich selbst so vorteilhaft wie möglich einzurichten ist erlaubt.
Mit „vorteilhaft“ ist eine positive, authentische Haltung gemeint – keine Rücksichtslosigkeit.
Wenn wir individuell zu unseren Werten stehen und diese vertreten, werden wir automatisch standfest und sicher im kollektiven WIR.
Nehmen wir das Beispiel mit unseren Steuern. Niemand zahlt sie gerne – zumindest nicht so viel. Ganz natürlich versuchen wir hier, im Rahmen des Erlaubten, des Möglichen, des Gesetzlichen, unsere Abgaben entsprechend zu reduzieren. Da geben wir auch nicht auf. Wenn wir den Standpunkt vertreten: ich arbeite hart, mir darf auch gut etwas übrig bleiben, wird es möglich sein einen Kompromiss zu finden in der persönlichen Bewertung, der getragen ist von persönlichen Werten und einer guten Beziehung zum Allgemeinwohl. Dann ist es einfacher, auch teilweise Unangenehmes zu akzeptieren.
Nehmen wir sowohl familiäre als auch allgemeine persönliche Kontakte: viele Menschen sagen „ich bin immer derjenige, der sich bei den Anderen melden muss sonst gibt es keinen Kontakt“: ja, dann sind Sie es halt mal nicht mehr. Niemand ist gezwungen, immer für Kontakt zu sorgen für eine Art Allgemeinwohl. Entweder er kommt zustande oder nicht. Unabhängig von Ihnen. Beides ist in Ordnung und nicht Ihre alleinige Aufgabe. Nehmen Sie sich aus der Verpflichtung, auch wenn man es von Ihnen erwartet – wenn es Ihnen damit nicht gut geht.
Forschen Sie einfach ein wenig, Sie werden bemerken, dass Sie Einiges für sich automatisch gut einordnen, nämlich immer dann, wenn Sie in einem Lebensbereich oder einer Charaktereigenschaft sicher sind – d.h. Ihrer Werte bewusst mit einem starken ICH.
Achten Sie darauf und Sie werden es auf andere Situationen übertragen können. Je öfter Sie es machen desto leichter fällt es Ihnen, das richtige Maß zwischen dem ICH und dem WIR zu finden.
Dann macht Ihnen das WIR auch wieder mehr Spaß weil Sie einen Spielraum haben, in dem auch Sie wieder zum Ausdruck kommen.
In diesem Sinne, verbringen Sie einen entspannten sommerlichen Sonntag !

